Anjiru lief über den Marktplatz und suchte sich was zu essen, denn er hatte seit Tagen schon nichts mehr im Magen gehabt. Boah hab ich einen Hunger . stönte er.
Izanami Oni schritt durch den großen Marktplatz. Sie bemerkte die neugierigen Blicke der Bewohner, aber ihre Rettungstaten hatten sich sogar bis in die Hauptstadt verbreitet, sodass niemand mehr schreiend weglief. Ängstliche, zuckende Augen bemerkte sie jedoch auch.
Izanami verspürte plötzlich ein Grummeln aus ihrem Bauch. Sie hatte seit Langem nichts mehr gegessen, doch zum Glück hatte sie einen Beutel Geld, den sie als Dank von verschiedenen Personen bekommen hatte, die sie gerettet hatte. Und dabei musste sie auch gar nichts das Schattenheer oder gar Abaddon einsetzen. Sie fühlte sich mit der Gewissheit, viele Seelen errettet zu haben, gut.
Doch sie wollte vor ihrer Abreise was essen. An einem Stand sah sie einen älteren Verkäufer, der schokoladenglasierte Früchtchen am Spieß verkaufte. Zwei Goldmünzen je Spieß, wirklich billig. Sie schritt zu ihm. "Ja, was wünschen Sie?", fragte der Händler, doch als er aufsah, erblasste sein Gesicht. "Einen Spieß, bitte", bat Izanami und hielt ihm zwei Goldmünzen entgegen. "Aber natürlich...! Sofort...!", erwiderte der Mann hastig und gab ihr ihre gewünschte Bestellung. Izanami legte ihm die Goldstücke auf den Thresen.
Gerade als sie von ihrem Spieß abbeißen wollte, erblickte sie einen jungen Mann in der Mitte des Marktplatzes, aber kein gewöhnlicher Mann, sondern ein Engel, wie sie es war oder wie sie es gewesen ist.
Eine kleine Elfe suchte einen Rastplatz und schritt richtung Marktplatz Hoffentlich finden wir bald was Okami-chan..., sagte sie und setzte ihren weg mit der Wölfin fort.
Auf dem Marktplatz herscht Aufruhr. Was ist da los?, fragt sich die Elfin und drängt sich durch die Masse.
Izanami war neugierig geworden. Einige Zeit, nachdem sie den Engel beobachtet hatte, hatten auch die anderen Malucaner großes Interesse an ihm gezeigt.
Sie bedrängten ihn von allen Seiten, schweigsam und mit großen Augen. "Da ist er!", rief ein Mann. Vier königliche Soldaten näherten sich dem Getummel. Leise schlich sich Izanami an ihnen ran und sah, wie der Engel immer noch ruhig blieb, jedoch irritiert da stand.
Einer der Soldaten hielt ein Blatt vor sich und verglich die Figur auf dem Pergament mit dem Engel. Izanami schielte unbemerkt auf das Papier, auf dem groß stand: "Gesucht! Tot oder lebendig! Anjiru Burakuku! Belohnung: 20.000 Goldmünzen!" Darunter sein Bild. Das ist er, ohne Zweifel, bemerkte Izanami.
Anjiru sah die Wachen, gähnte einmal und stand auf. Was wollen denn die Herrschaften von mir? Sagte er einer Wache direkt ins Gesciht, welche ihm dann ein Schwert an den Hals hielt. Och nee... net schon wieder.... Immer das gleiche. Stöhnte er, ballte seine Fäuste, aus dennen dann je drei Krallen ausgefahren kamen. Ebenso erchrien wie aus dem Nichts hinter ihm ein 10 Meter langer Drache. Mann... ihr Wachen seid echt langweilig. Er blickte die Garde finster an, während sein Drache hinter ihm dasselbe Tat.
In Izanami erwachte wieder ihr Gerechtigkeitssinn. Sie kannte diesen Anjiru nicht, aber wenn die königlichen Soldaten ihn gefangen nehmen wollten, so musste er eine Untat begangen haben.
Er holte mit seiner krallenbesetzten Hand aus, aber bevor er einem der Krieger ein Haar krümmen konnte, war Izanami dazwischen gesprungen und hatte den Krallenhieb mit ihrem Schwert pariert.